Schwindelfrei

KÄTHE KRATZ

 
 autorin

Käthe Kratz, 1947 in Salzburg geboren, ist eine österreichische Filmemacherin und Autorin. Sie studierte als erste Frau Regie an der Filmakademie Wien und war die erste weibliche TV-Spielfilm-regisseurin Österreichs. Mit ihrer Arbeit legte sie einen Grundstein für das zeitgenössische feministische Filmschaffen in Österreich.
Zu ihren Werken gehören u.a. die historische Spielfilm-Reihe „Lebenslinien“, sowie die Kinofilme „Atemnot“ und „Das 10. Jahr“.
Vom Staat Österreich wurde sie mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet.

KÄTHE KRATZ
SCHWINDELFREI

GEBUNDEN, LESEBÄNDCHEN
ca. 453 SEITEN, 12X19 CM
D: 25,00 € A: 25,70 €
ISBN 978-3-9505960-0-7
ERSCHEINUNGSTERMIN: 11.09.2026

Eine sehr persönliche Chronik, die gleichzeitig eine kollektive Geschichte erzählt und die Parole der Frauenbewegung „Das Private ist politisch“ greifbar macht.

Vom kleinen Mädchen mit Nazi-Eltern zur jungen Rebellin, die sich in der Filmakademie Wien als erste Frau einen Studienplatz für das Fach Regie erkämpft, zur selbstbewussten Frau, die als Pionierin preisgekrönte Filme dreht.
Käthe Kratz ringt ihr halbes Leben darum, ihre Herkunft abzustreifen. Gleichzeitig gelingt ihr eine außerordentliche Karriere in einer Männerdomäne. Sie kämpft für sich und für alle Frauen, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

In „Schwindelfrei” zeichnet Käthe Kratz ein analytisches Bild ihres Lebens, das fest verankert ist in den politischen und gesellschaftlichen Bewegungen, die eine ganze Generation prägten: von der Nachkriegs­zeit über den Umbruch der 68er-Jahre und die Befreiung der Frauenbewegung. Eine zeitgeschichtliche Lebensdarstellung, die das Private und Politische untrennbar zusammendenkt.

 

„Käthe Kratz gehört in den Olymp der Pionierinnen.”
Marlene Streeruwitz

„Eine persönliche, zugleich politische und immer analytische, dabei literarisch gewaltige Erinnerung und ihre Einordnung von Kriegsende bis in die Gegenwart: und damit auch das Porträt eines politisch bewegten Österreich. Schwindelfrei ist eine fulminante Lektüre, die zugleich Mut macht, Dinge nicht hinzunehmen.”
Ö1, Magdalena Miedl

„Die Arbeiten von Käthe Kratz bahnten den Weg für Frauen im heimischen Kino. Mit „Schwindelfrei“ hat sie ein großes Erinnerungsbuch geschrieben.”
Die Presse, Andrey Arnold

„Der Wille zur Selbstermächtigung zeichnet Käthe Kratz' Lebensweg aus, der in Schwindelfrei uneitel und mutig beschrieben wird.”
ORF kulturMONTAG/Martina Rényi

„Schwindelfrei gibt Einblick, welche äußeren Probleme und inneren Konflikte ihr künstlerisches Werk antrieben und sie dann verstummen ließen. Die literarische Form zeigt, dass sie jegliche Nabelschau vermeiden will, vielmehr indivi-duelles Empfinden in Bezug setzt zu gesellschaftlichen Entwicklungen und deren kollektiver Wahrnehmung.”
Falter/Thomas Leitner

„In knapper Sprache, glasklar analysierend und ohne Pathos erschafft Käthe Kratz starke Bilder eines – ihres – Lebens. (…) Der Untertitel ihres Buches – »Erfahrenes, Verschüttetes, Gefundenes« – findet seine Umkehrung in der knappen Zusammenfassung der österreichischen Nachkriegsgeschichte: Nicht-Wissen, Leugnen, Vergessen. Großartig.”
Buchkultur/Maria Leitner

„Die erste Spielfilm-regisseurin Österreichs blickt im Buch (…) zurück auf Kämpfe im Filmbetrieb, feministische Aufbrüche, ein Burnout und die Frage, wie Geschichte in Familien weiterwirkt. Käthe Kratz nennt (…) keine Namen. Weil es darum nicht geht. Worüber die Pionierin des österreichischen Films (…) schreibt, ist kein klassisches Erinnerungsbuch.”
Der Standard/Doris Priesching

„Manche Erinnerung-en haben mich an die Grenze des Aushalt-baren gebracht. Dann musste ich sofort aufhören. Irgendetwas mit den Händen machen. Körperlich arbeiten, mich bewegen.”
Käthe Kratz im Standard-Interview

ZEIT: Was raten Sie jungen Feministinnen in der Filmszene heute?
Kratz: Gar nichts. Wenn, dann frage ich sie, wie sie die Situation als Film-schaffende erleben. Obwohl, einen Rat hätte ich doch noch: Richtet euch bei der Gage – und nur dort – nach den Männern!
Die Zeit/Simone Brunner

„Die österreichische Filmemacherin und Autorin Käthe Kratz hat mit Schwindelfrei ein autofiktionales Werk vorgelegt, das nicht darauf abzielt, einfach nur biographische Informationen zu vermitteln. Stattdessen inszeniert sie die eigene Lebens-geschichte sowohl in inhaltlicher als auch stilistischer Hinsicht als reflektierte, anspruchsvoll literarisierte Spurensuche.”
Literaturhaus Wien/Arno Rußegger

„Kratz gelingt es, die große Geschichte immer wieder am einzelnen Menschen festzumachen. Politik findet nicht irgendwo außerhalb unseres Lebens statt. Sie sitzt mit am Küchentisch, bestimmt Berufsmöglichkeiten, Beziehungen, Rollenbilder und manchmal sogar das, worüber in einer Familie gesprochen oder eben geschwiegen wird.”
Österreichisches Pressebüro

APA: In Ihrem Buch "Schwindelfrei" bezeichnen Sie das Schreiben wie folgt: "Es ist ein Nachhause-kommen. Und gleichzeitig eine Abenteuerreise, eine Forschungsreise." Was war Ihre Motivation, Ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben?
Käthe Kratz: Es war eine Erinnerungsreise. Alle Menschen vergessen mit den Jahren vieles. Bei mir war das extrem, auch bedrohlich. Irgendwann habe ich gemerkt: Mir fehlt meine Geschichte, die persönliche, aber auch die gesellschaftliche. Also habe ich mich auf die Spurensuche begeben. Es war abenteuerlich, ich habe nicht gewusst, wohin es mich führt.
APA/Julia Schafferhofer

„Kratz erzählt ihre Geschichte, ohne sie zu beschönigen. Sie macht keine große Abrechnung daraus, sie erklärt nicht ständig, wer schuld ist, und sie wertet nicht nachträglich. Sie schafft durch die Erzählform einen Abstand zu ihrer eigenen Geschichte. Das Mädchen erlebt – die Frau erinnert sich. Dazwischen liegt die Autorin, die daraus Literatur macht.”
Unsere Zeitung/Nina Maron 

„Eine belastete Vergangenheit, die Euphorie des Aufbruchs, die labile Gegenwart. Eine Wochenschau durch die Jahrzehnte.“
Käthe Kratz

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